Israel is called out on the left baseline

In meiner ganzen sportlichen Karriere bin ich niemals einem solchen Hass und einer solchen Vermischung von Sport und Politik begegnet. Diese Ereignisse haben meine Sicht von Schweden vollständig verändert, und ich habe Zweifel, ob ich jemals hierher zurückkehren will.

Andy Ram, israelischer Daviscupspieler

Die Fussballnationalmannschaft spielt ihre Qualifikationsspiele nicht in Asien sondern in Europa, Shahar Peer nicht in Dubai Tennis und das Daviscupteam ihres Landes Israel um ein Haar überhaupt nicht gegen die Auswahl Schwedens. Was Andy Ram als «traurigen Moment für das Tennis, den Sport und für Israel» beschreibt, findet Vorgeschichte und Rechtfertigung in der Tradition antizionistischer Sozialdemokratie Schwedens. So gehören zur Inititiative „Stoppt das Match“, die es immerhin tatsächlich fertigbrachte, dass die Begegnung aus „Sicherheitsgründen“ durch kommunale Anordnung ganz ohne Zuschauer ausgetragen wurde, die Spitze der Linkspartei Vänstrepartiet, Sozialisten und Kommunistische Partei (KVP) an. Und während drinnen gespielt und draußen 1000 Polizisten das gesamte Wochenende über mit dem zehntausendmannstarken Antisemitenmob, beschäftigt waren – dem es gelang während der Partie am Samstag das Dach der Halle zu stürmen und den israelischen Bus mit „schweren Pflastersteinen“ anzugreifen, wundern sich – im Glauben an den Unterschied – die linken Antisemiten noch über die Teilnahme der rechten.
„Während vom Internationalen Tennisverband deutliche Kritik kam“(u.a. monierte man, wie auch der schwedische Verband, in autistischer Wahrnehmung, dass Sport und Politik zu trennen seien), „sind die meisten schwedischen Medien sehr zurückhaltend. Passend zu der sehr palästinafreundlichen Berichterstattung während des Gaza-Krieges.“(tageschau.de)
Wie es Ram im Interview befürchtet, dass „diese politische Entscheidung anderen Ländern Tür und Tor für ähnliche Dummheiten öffne“, soll in Deutschland noch am selben Tag bereits praktisch werden, den Juden das Handwerk von links auf rechts gelegt werden. Ebenda und wie Naomi Klein dieses Jahr als Erste, solidarisiert sich Norman Paech gestern mit dem Boykottaufruf israelischer Waren durch Hermann Dierkes: „Jeder kann zum Beispiel durch den Boykott von israelischen Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird”. Damit eigentlich genug, setzt er fort und gleich, dass Apartheidsregime Südafrikas nicht sich von der israelischen Demokratie unterscheide.


20 Antworten auf “Israel is called out on the left baseline”


  1. 1 kuchen 08. März 2009 um 23:20 Uhr

    Links blinken, rechts überholen…traurige Welt.

  2. 2 tee 09. März 2009 um 0:34 Uhr

    aus „7000 Menschen [die] anlässlich eines Davis-Cup-Tennisspiels gegen die israelische Politik im Gazastreifen demonstriert“ haben, machst du einen „zehntausendmannstarken Antisemitenmob“. da ist doch schon alles klar.

  3. 3 jaegerzaun 09. März 2009 um 0:43 Uhr

    ggf mal anschauen und erbsenzählen


    „On Saturday, scores of rock-throwing protesters bent on stopping the match clashed with police in an attempt to storm the arena. Police apprehended nearly 100 people […] Two officers pulled their weapons but no shots were fired in the melee, Malmo police said. „(klick)

  4. 4 susi 09. März 2009 um 1:03 Uhr

    @tee
    was genau ist da alles klar?

  5. 5 tee 09. März 2009 um 1:14 Uhr

    jägerzauns „bild-niveau“ ist klar. objektiv oder sachlich ist es jedenfalls nicht.

  6. 6 tee 09. März 2009 um 1:22 Uhr

    ps: anstatt sich mal zu erklären wie es denn überhaupt dazu kommt und was genau da abgeht, wird sich mal wieder nur stumpf über die antisemiten echauffiert. das ist auch klar.

  7. 7 jaegerzaun 09. März 2009 um 1:35 Uhr

    @tee: was geht denn da ab? was abgeht sind tausend jahre sozialdemokratie und damit ausgeprägtes klima der parteinahme für vermeintlich schwache. und wer umverteilt und nach links und rechts zu retten sucht, muss zwischen stark und schwach unterscheiden können. und dann geht dann eben die unsägliche linke tradiertheit, der rückgriff aufs personifizierte verursacherprinzip.

  8. 8 sun city girls 09. März 2009 um 1:47 Uhr

    „Israelische Tennisnasen vernaschen Schwedenhappen vom Vortag“ wäre dann vielleicht eher „bild-niveau“, sich über polemik in der blogosphäre zu beschweren ist nichtmal tapfer.
    zum thema:

    wer sich in den demozug einreiht, weiß dass er mit antisemiten unterwegs ist. insofern ist übertreibung, wenn hier von zehntausendmann gesprochen wird, kaum unangemessen. und überhaupt: diese unangemessenheitssache wurde ja schon durchgekaut. angemessene reaktionen israels wären demnach selbstmordattentate auf palästinensichen wochenmärkten gewesen.

  9. 9 petersson fisch (12) 09. März 2009 um 17:14 Uhr

    evtl hat tee recht, anstatt sich über antisemiten zu ärgern, einfach mal über ihre beweggründe nachdenken und nen bisschen verständnis zeigen. die haben doch auch nur ihre meinung, die muss doch nicht minderwertig sien, nur weil sie von der eigenen abweicht!

  10. 10 Solstik 09. März 2009 um 23:16 Uhr
  11. 11 bastih 12. März 2009 um 20:03 Uhr

    @petersson fisch

    das ist auf u.a. diesem blog immer so. der autor hat sich verrannt und will nicht hören, was andere zu sagen haben, weil es ihm eben nicht passt. hier wird man schnell falsch zitiert und abgewatscht. am besten man lässt das kommentieren hier einfach sein und wartet darauf, dass den jungs hier die lust am bloggen vergeht… was ja meistens der fall ist.

  12. 12 Solstik 13. März 2009 um 0:46 Uhr

    hihi

  13. 13 xpx 16. März 2009 um 22:39 Uhr

    offensichtlich geben sich hier manche kommentatorInnen(tee, petterson fisch(12) und bastih) echt mühe, das niveau auf das von kommentaren zu welt.de-artikeln zu senken… von tee geht das aids aus, der 12 jährige petterson fisch gießt auch noch öl ins feuer und bastih steigt ein, auch wenn er nichtmal weiß, worum es hier eigentlich geht…seid ihr nur trolls oder ernsthaft dumm?

  14. 14 tee 16. März 2009 um 23:28 Uhr

    hihi

  15. 15 dietc 17. März 2009 um 9:39 Uhr

    halp!
    „einfach mal über ihre beweggründe nachdenken und nen bisschen verständnis zeigen. die haben doch auch nur ihre meinung“

    „anstatt sich mal zu erklären wie es denn überhaupt dazu kommt und was genau da abgeht“

    eigentlich hasse ich ja, so wie alles andere, kommentare zu posten und blogs zu lesen. aber das ist wirklich zu komisch, also merkwürdig.

    beim zweiten zitat lässt sich nur – wider besseres wissen – hoffen, dass der autor/ die autorin mit der „erklärung“ eine sozialpsychologische, wie etwa den „autoritären charakter“ meint.

  16. 16 bastih 17. März 2009 um 18:07 Uhr

    @dietc
    :D …. zum totlachen. ihr seid alle so panne hier :D.

  17. 17 jaegerzaun 20. März 2009 um 2:24 Uhr

    wieso?

  18. 18 dietc 21. März 2009 um 1:49 Uhr

    ja „bastih“, du scheinst tatsache vor lauter totgelache sämtliche maßnahmen, die verhindern, daß du für einen vollidioten gehalten wirst, beiseite gelassen zu haben. aber immerhin bist du so nett, dich selbst ins diskursive abseits zu schießen.
    „wir alle“ finden diese grinsesmilies übrigens zum kotzen.

  19. 19 bastih 22. März 2009 um 20:05 Uhr

    @dietc

    dann nehmt die smilies runter. ich finde sie auch mehr als hässlich. dass ich für einen vollidioten gehalten werde, taucht nicht mal auf meinem radar auf. es wäre nur nett, wenn cih aus den richtigen gründen für einen vollidioten gehalten werde. ich bau zum beispiel aus dem gameboyspiel „megaman“ aus postits einen verpixelten megaman in lebensgröße nach. dafür kann man mich gerne für einen idioten halten. aber ihr erklärt ja nicht einmal warum ich einer bin ;). erklär mir, warum ich einer bin? wäre nett. mit mir kann man mehr als vernünftig über alles sachlich diskutieren, for real.

    und ja, ich schrub „for real“. wäre ich jemand anderes, würde ich diese ausdrucksweise panne finden und mich für einen idioten halten :).

    ein diskursives abseits existiert für mich nur dann, wenn es einen platz gibt, auf dem vernünftig miteinander gesprochen wird. das war hier bisher eher selten der fall.

  1. 1 israel is called out on the left baseline « Pingback am 08. März 2009 um 22:48 Uhr
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