Archiv für November 2008

„It seems every time he has a problem in his life, he blames it on Jews : Michael Jackson Has An Anti-Semitic Streak“

„They suck … They‘re like leeches. … I‘m so tired of it … It is a conspiracy. The Jews do it on purpose“(via anti defamation league) soll Michael Jackson auf seinem Telefonbeantworter hinterlassen zu haben. Dabei hatte Osama bin Laden laut hagalil vor Jahren noch geargtwöhnt:

In einem 12 Minuten langen Video von Osama bin Laden, im Januar 2004 bei Al Jezeera ausgestrahlt, äußerte sich der Anführer der El Qaeda entsetzt über die Möglichkeit, dass ausgerechnet Jackson Moslem geworden sei. „Einer wie Jackson könnte Moslems lächerlich, verrückt, bedrohlich und gefährlich erscheinen lassen. Wir brauchen keine Kerle wie ihn.

„Emos, haltet durch!“

Martin Büsser schon im August in Jungle World über den ubiquitären (eben nicht mehr nur die Subkulturen betreffenden) Hass auf Emos, die Verschiebung der Coolness der Verweigerung innerhalb von Jugendkulturen hin zu einer Ästhetik der Härte und Disziplinierung als dessen Ursache. Demnach mache bereits, der Inhalt der Witze deutlich über Emos deutlich, was dieser eher introvertierten, defensiven Gruppe vorgeworfen wird, nämlich dass, und nicht wie sie an der Welt leidet .

Dass den Emos ihre Verträumtheit von Gleichaltrigen geneidet wird, hat mit einem veränderten Selbstverständnis der Jugend­kultur zu tun. Coolness wird nicht mehr mit Verweigerung, sondern mit Disziplinierung, Durchsetzungsvermögen und Leistungsbereitschaft gleichgesetzt.
[…] Das Motiv für die Feindseligkeit gegenüber den Emos besteht in der Verbindung all dessen mit einem defensiven, androgynen Auftreten. […] Homosexualität ist nach Ansicht derer, die Emos hassen, ­etwas Defizitäres und damit genauso »unecht« wie die Musik, die von den Emos gehört wird.

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Darin – im reaktionären Beharren auf (Rock-) Authentizität nämlich – drückt sich, so Büsser, „die typisch männliche Angst vor Brüchen und Ambivalenzen aus“. Eine Angst „vor dem Ungenauen und dem Undefinierten, mit dem Emos spielerisch umgehen.“

Zusätzlich ist diese Angst an einen diffusen Hass auf alles Intellektuelle ­gekoppelt, was darin zum Ausdruck kommt, dass im Zusammenhang mit Emos stets von »verwöhnten Muttersöhnchen-Gymnasiasten« die Rede ist. Das Zusammenspiel von Androgynität, »Weichheit« und vergleichsweise hohem Bildungsstand stellt für die Gegner ein Maximum an Bedrohung ihrer männlichen Hegemonie dar, die – so ist zu befürchten – nahezu alle Jugendkulturen auszeichnet.

  1. http://jungle-world.com/artikel/2008/33/22417.html [zurück]

Da lacht das Prekariat: Fanta verteilen im Spaß-Team

1. Arbeitszeiten: 21.-22.11.08; 09-18 Uhr Tätigkeit: Getränke verteilen (Fanta).
2. Nebenjob für Schlaue: Wir bieten: Know How, Infrastruktur, Coaching, 4 Jahre Erfahrung mit namhaften Kunden, hohen Motivation im „Spaß-Team“.
3. AUTOSALON PARIS: „Autosalon Paris“ Autos ansehen und polieren können! Arbeitszeiten: 12-13 Stunden. Arbeitsfülle: Autos polieren und andere leichte Reinigungsarbeiten (Staubsaugen, Wischen, Moppen, etc.). Arbeitsklima: Unter unseren Mitarbeitern immer gut! Wir sind ansprechbar und bereit Sie einzuschulen. Arbeitsbedingung: Gute Laune, fleißig, ehrlich, pünktlich
4. Feiern Sie mit Uns: Ihre Aufgabe: Sie erstellen eine Chronik über die Geschichte der Volksbank Mittweida eG
5. Sozia (weiblich) für Motorraderprobung
6. Aushilfe als Winterdienst: Hallo. Also es müßte früh morgens bis 7 Uhr das erste mal alles geräumt sein. Tagsüber ist es immer nach bedarf. Sie bekommen von uns ein oder mehrere Objekte und die sollen sie dann räumen oder streuen. Wenn Interesse haben dann bitte nochmal melden.(alle Fehler im Original)1

  1. Alles: Nebenjobangebote/Schwarzes Brett der Uni Chemnitz [zurück]

Notiz zu Chomsky

Die „Popikone des Widerstands“ (und damit auch ehrbarer Antizionist) Chomsky ist tatsächlich klinisch paranoid, wenn gilt dass :

die Paranoia viel kohärenter als die Wirklichket ist, denn sie lässt keinen Platz für Fehler, Versagen oder Zweideutigkeiten. Sie ist zwar nicht rational, aber doch intensiv rationalistisch; sie glaubt sich einem Feind gegenüber, der ebenso unfehlbar rational wie absolut böse ist, und sie versucht seiner vermeintlichen totalen Macht mit ihrer eigenen Allzuständigkeit zu begegnen – indem sie nichts unerklärt lässt und die ganze Wirklichkeit in einer überwölbenden, konsistenten Theorie fasst

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Was? Wieso?

  1. Hofstaedter 1965: The Paranoid Style in American Politics and Other Essays [zurück]

Fuck Street-Art! Ist das schon der Aufstand der Zeichen? – SPAIRS Manifest zwischen gut gemeint und Herrschaftszeit

Von Anbeginn lenkt die Akzentverschiebung der Genie-Ästhetik auf den Einzelnen, wie sehr sie auch der schlechten Allgemeinheit opponiert, auch von der Gesellschaft ab, indem sie den Einzelnen verabsolutiert

(Adorno, ÄT: 255)

Selten adressieren writer etwas zur Absicht ihres Tuns an die, die davon nichts verstehen. Es sei denn er oder sie sieht sich dazu gezwungen, im zuge einer Verschärfung des Rechts in dieser Sache zum Beispiel: „Graffiti ist kein Verbrechen – Gegen die Kriminalisierung einer Jugendkultur!“ bellt es dann immergleich fürs Protokoll.
Diesem Wunsch – formuliert als metaphysischer Zauberspruch – implizit: Anerkennung und Integration dessen wogegen sich Baudrillards der Aufstand der Zeichen gewendet sah – gegen die Verhältnisse (den Code als Ausdruck1 ) und für das befreite Subjekt. (mehr…)