Scheisse quergelesen: Campusjournal Chemnitz

„[…] Wenn wir alles wissen könnten indem wir Daten einfach in uns aufsaugen und abspeichern, würde uns das zwar entlasten, aber uns entginge auch ein Teil dessen worauf wir so stolz sein können: uns durch harte Arbeit Sachen an zu eigenen und besser zu werden als andere. Alle wären gleich schlau, niemand müsste sich wirklich anstrengen um irgendwas zu errreichen. Wie langweilig!“


Was sich hier anschickt nicht einmal zwischen den Zeilen – im Gegenteil – ganz und gar unverblühmt aus den Zeilen tropft, illustriert das hier bereits exemplarisch beschriebene Selbstverständnis des Chemnitzer Campusjournals, gibt als Editorial das Geleit für konservativ-autoritäres Palaver. Im Takt des Primats eines zynischen Ordoliberalismus, führt die „Chefredakteurin“ den Egalitarismus („Alle wären gleich schlau, niemand müsste sich wirklich anstrengen“) großmaulig als Negativszenario vor, setzt dem schmarotzendem Müßigängertum die“harte Arbeit“ als Antithese.
Beseelt vom Gedanken, doch anorex von „volksverdummenden“ Kulturinput gleichsam stetig gekitzelt von Leistungsideologie, dem als ontologisch wie evolutionär empfunden Streben nach Vervollkommnung der individuellen Fähigkeiten mit dem Impetus das ewig Andere abzuhängen, müsse sich eine geistige Elite aufschwingen die irrationale Masse unter ihre Führung zu nehmen, die brutalstmöglichen Wirkungsmechanismen des Kapitalismus unter dem Euphemismus wider der langen Weile zu entfesseln.

Editorial des Chemnitzer Campusjournals


7 Antworten auf “Scheisse quergelesen: Campusjournal Chemnitz”


  1. 1 Chrisse 06. Juli 2008 um 20:42 Uhr

    Gruselig.

  2. 2 kopfmaatscher 07. Juli 2008 um 0:18 Uhr

    o mann. frau hat, mowl abgesehen von inhalt, zudem orthografig problem. ps geile smilies :o) =:) <:-p

  3. 3 kassandra 29. Juli 2008 um 14:53 Uhr
  4. 4 heulheul 29. Juli 2008 um 16:56 Uhr

    heul doch!

  5. 5 human 17. November 2008 um 6:47 Uhr

    sowas kann auch nur aus chemniz kommen… eine universitätsstadt, in der sich verlierer und heuchler sammeln, weil die mutti gesagt hat: „geh aber nicht so weit weg, und zum abendbrot bist du wieder da.“

    nichts gegen dich, frechinchen. aber ich kenne ein paar menschen die mal dort studiert haben und die meinten zu mir: „chemnitz? niewieder!“

    :)>- :)>- :)>- :)>-

  6. 6 slowcum 20. Oktober 2009 um 15:40 Uhr

    mittlerweile offensichtlich eingestellt. obs dem einen oder anderen karrieresprung dienlich war, entscheiden die, dies eben zu entscheiden habe. thomas lisowsky hats jedenfalls geschafft http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/2/2594
    hihi

  7. 7 steni 27. November 2009 um 3:44 Uhr

    most fun@“eine universitätsstadt, in der sich verlierer und heuchler sammeln“

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