Archiv für Februar 2008

„Deutsch, Neu und Ehrlich“ – Nachtrag zur deutschen Arbeit. Sexstyle!

Heute erreichte mich eine zunächst amüsant erscheinende email mit einem im Betreff eindeutig formulierten Imperativ.“Nun aber poppen hier!“ hieß es darin. Um der Blasiertheit der EmpfängerInnen, die sich in der Abstumpfung gegenüber dem Unterscheiden der tagtäglich eintreffenden Spammails ausdrückt, zu begegnen, operierten die AutorInnen den scheinbar spezifischen Ficknerv der Deutschen heraus, um sie mit der Formulierung „DEUTSCH, NEU und EHRLICH!!!“ am Schwanz und dort zu packen, wo der deutsche Arbeitsethos pulsierend ankert. Auch auf der website selbst wirbt man mit ehrlicher deutscher Arbeit in Abgrenzung zur verramschten – na klar –“US- oder Ostblockware“, denn hier „findet man eben „garantiert nur deutsche Mädels“, die, weil sie „direkt auf der Straße angequatscht“ werden, nicht Trägerinnen etwaiger Entfremdungserfahrung seien können.
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Das münchner Hofbräuhaus, Daniel Goldhagen, deutsche Arbeit und eleminatorischer Antisemitismus

Sie lassen uns Christen in unserem eigenen Lande gefangen. Sie lassen uns erbeiten in nasen schweis, gelt und gut gewinnen, Sitzen sie die weil hinter dem ofen, faulentzen, pompen und braten birn, fressen, sauffen, leben sanfft und wol von unserm ererbeitem gut, … spotten dazu und speisen uns an, das wir erbeiten und sie faule juncker lassen sein, vom dem unsern und in dem unserm

Martin Luther in „Von den Juden und Iren Luegen“
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Raus aus der Einsamkeit, rein ins linke Vergnügen!


„In manche Ecke darf man nicht so genau gucken“, schärft einem die skeptische Medienstudentin – deren Phobie vor dem „Schrägen und Düsteren“ hier nicht Thema sein soll- in ihrem Videobeitrag zum „Wohn- und Kulturprojekt Reitbahnstraße 84“ in Chemnitz den Blick, vergisst aber hinterherzuschießen, dass an anderen Stellen auch nicht so genau hingehört werden sollte.
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