Ist das noch bohème oder schon die Unterschicht?

Fragt Christiane Rösinger in ihrem Essay in Hot Topic und im Song „Wer wird Millionär“ ihrer Band Britta und versucht damit die schwierige Selbstverortung in den verschiedenartigsten Formen von Prekarität. Die Dokumentation „Prekär, frei und Spaß dabei!“ widmet sich diesen prekären Leben, deren künstlerischen Ausdrucksformen und der Frage inwieweit Künstlerinnen in ihren abgenötigten Flexionen (u.a. Richard Sennett) heute als Erfinderinnen und Entwicklerinnen (von Quatsch), als Teil der digitalen boheme auch Prototypen neoliberaler Wirtschaftsmodelle sind. Die Reportage kann von heute an bis zu 7 Tagen hier auf der arte-Website nachgesehen werden.

Der Gaza-Beach-LKW rollt, weil sich der Jude am Donauufer breit macht

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Tel Aviv gibt es diesen Sommer am Wiener Donaukanal einen Tel Aviv Beach. Da konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass den österreichischen Hamas-Freunden die Zornesröte ins Gesicht steigt. Daher haben sie beschlossen, am gegenüberliegenden Kanalufer eine Gegenveranstaltung zu organisieren: Sie wollen einen Gaza-Beach-LKW aufstellen. Auf einer der einschlägigen Webseiten ist zu lesen: “Dort geht es freilich nicht so vergnüglich zu: Stacheldraht, Absperrungen, militärische Angriffe, Nahrungsmittel- und Energiemangel – kurz Gaza Beach ist ein Freiluftgefängnis. Ganz so wie im wirklichen Leben.

(via cafecritique.at)

Während am Tel Aviv Beach gefeiert, gespielt und gesonnt wird, kann mit den zeitgleich isolierten Palästinensern über Leitern durch die Sichtfenster in ihrem Gefängnis kommuniziert werden. Am „Tel Aviv Beach“ werden Handzettel verteilt, die alle Anwesenden dazu einladen, auch am „Gaza Beach“ mitzufeiern. Dies kann auch in Form davon geschehen, sich zu den Palästinensern in den LKW sperren zu lassen

(via gazamussleben.at)

„Der Katholik war und ist der Staatsfeind Numero 1 – nicht der Jude“

Papst Benedikt XVI. hat bei seinem Skandal-Besuch in der antikatholischen Gedenkstätte Yad Vashem der Holocaust-Religion zu wenig gehuldigt. (…) Die Holocaust-Religion hat für die Medienindustriellen und ihre reichen Freunde viele Vorteile. Sie ist das Mittel schlechthin, um den eigenen politischen Gegner einzuschüchtern und unter Generalverdacht zu stellen. Denn trotz Massenabtreibung, Massenscheidung und US-Massenmorden gibt es auf dieser Welt nur eine einzige Sünde – die Leugnung der NS-Massenmorde. (…) Ist es im nichtdeutschen Ausland nicht heute noch so klar wie damals, daß jeder Deutsche automatisch als Nazi appostrofiert wird. Die Holocaust-Religion hat auch den Vorteil, daß man durch sie die eigenen Verbrechen und den eigenen Rassismus verharmlosen kann. Kein Verbrechen und keine Schandtat erreicht die in der Holocaust-Religion zelebrierten Schrecken – obwohl Konzentrationslager damals wie heute gang und gäbe waren und noch sind.(…) Der Katholik war und ist der Staatsfeind Numero 1 – nicht der Jude.Wie anders könnte man die zahlreichen Medienberichte gegen den gegenwärtigen Papstbesuch im Heiligen Land erklären. Das sind Sammelsurien von Böswilligkeiten, Haß, Lügen, Entstellungen, Verleumdungen und Schmähungen – wie man sie auf diesem Niveau nicht einmal Adolf Hitler nachwerfen dürfte.

(via kreuz.net)

Geil: Juden söhnen sich mit Nicht-Juden aus | Ungeil: Polizei behandeln Nicht-Juden, wie Juden

Charlotte Knobloch ist eine Gewinnerin, denn sie setzt sich für die Aussöhnung zwischen Juden und Nicht-Juden(!) ein. Verlierer dagegen sind die, die am ersten Mai 5,5 Stunden OHNE Toiletten von der Polizei eingekesselt wurden, und dort KZ-ähnliche Zustände (!) durchlebten. Für wahr wird da gehalten, dass alles was dem Schwaben aus Antifazusammenhängen zur Industrievergasung noch fehlte, ein gestreifter Anzug gewesen sei:
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Für einen sauberen Kapitalismus: Mit Großfiguren und Pogromen gegen Finanzverbrechen

„Die Großfiguren symbolisierten Krieg, Klimachaos, Finanzverbrechen und Obdachlosigkeit.“ erklärt die Junge Welt, die Intentionen der Bastelarbeiten der „antikapitalistischen Demonstranten(sic!)“.
Was hier als beinahe dümmstmögliches Symbol bemüht wurde und mit Sprechchören wie „Bestraft die Plünderer“ und „Wir brauchen einen sauberen Kapitalismus“, gelangte am Abend zur Handfestigkeit. Der johlende Männermob überrennt die Sicherheitskräfte, stürmt die Eingangshalle der Royal Bank Of Scotland (bei der man es für eine gute Idee hielt, wider der irren Ankündigungen, die Fenster eben nicht zu vernageln) , zerlegt alles, was nicht im Wohnprojekt oder auf ebay noch Verwendung finden könnte (Computer und Festplatten). „Einige gelangen aufs Dach des Bankgebäudes, andere bemalen die Wände mit den Liebesbotschaften der Wut, wie „Fuck the system“ oder auch „Eat the rich“. “ Während draußen „mit Wurfgeschossen und Eisenstangen“ auf Polizisten losgegangen wird.

Und das obwohl spiegel online am Nachmittag noch titelte dass der Gipfelprotest zur Spaß-Parade geriete. (mehr…)



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